Worauf muß ich bei meinen Mitspielern achten?

Es gibt bei mir in der Arbeit ein geflügeltes Wort : Knew your customer.. Beim Poker meine ich damit, daß ich die Blätter der anderen Mitspieler erahnen muß, ohne selbst zuviel von mir preis zu geben. Einfacher gesagt als getan. Haben wir doch alle unsere Marotten bzw. Eigenarten, die uns berechenbar werden lassen. Deshalb ist es wichtig sich zu kontrollieren und verräterische Gesten bzw. Verhaltensmuster abzulegen bzw. bewußt zu variieren. Deshalb nutze ich die Zeit, wenn ich ein schlechtes Startblatt habe, um mir einen besseren Eindruck von meinen Mitstreitern zu machen.

Was machen die anderen Spieler, wenn eine gute Karte gespielt wird? Wird eine Falle gestellt? Spielt man jede gute Karte an? Werden schlechte Outs gespielt und hält man sich an die Pot Odds?

Wann wird geblufft mit welchen Händen? Der interessanteste Aspekt beim bluffen ist herauszufinden, wann man bluffen kann, wann man bluffen sollte und wann man es nicht tun sollte.Beispiel: Ich setzte meinen Einsatz, weil ich davon ausging, daß kein anderer am Tisch die Karten getroffen hat, bzw. daß schlechtere Karten diesen Einsatz nicht bezahlen werden. Ich habe im Laufe der Zeit erkannt, daß die Höhe des Pots und die Höhe des Bluffeinsatzes sehr wichtig sind. Im obigen Fall spielte ich um 200 Euro, wobei ich mit 30 Euro bluffen wollte. Dieses Verhältnis hätte aber dazu geführt, daß ich von mittelmäßigen Karten gecallt worden wäre. Mein Einsatz stand also nicht im Verhältnis zum Pot. Ich legte also eine Schippe rauf und bluffte mit 100 Euro. Wäre der Einsatz zu groß, kann ich mir die Finger verbrennen, da die Spieler, die erfahrener sind, callen werden.

Posted in Poker by author on 2nd Februar 2009

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