Roulette

Das Spiel Roulette ist sicherlich jedem bekannt und gehört zu den beliebtesten und wohl einfachsten Casinospielen überhaupt.

Es ist daher so einfach, da der Spieler nicht viel tun muss außer sich für eine Zahl oder Kombination zu entscheiden zwischen 0 und 36. Ausgelost wird diese Zahl dann durch eine Kugel und dem Rouletterad.

Man tätigt seine Einsätze bevor das Rad gedreht wird indem man seine Chips auf einer der Zahlen zwischen 0 und 36 oder einer bestimmten Kombination legt.
Je nachdem wie viel Risiko man eingeht erhöht sich der Gewinn um ein vielfaches. Durch die Einfachheit des Spiels wurden natürlich viele verschiedene Roulettestrategien entwickelt und gerade das Martingale System kennen vermutlich die meisten. Es beruht darauf, immer nur auf die Farbe Schwarz oder Rot zu setzen und bei verlorener Wette seinen Einsatz zu verdoppeln. So würde man bei gewonnener Wette immer seinen Verlust wieder reinholen und dazu noch einen Gewinn machen. Das Problem hierbei ist allerdings das es auch ab und an sein kann, dass die gleiche Farbe 8-10 mal hintereinander kommt, auch wenn das nur selten der Fall ist. Bei z.B. 9 mal die falsche Farbe hintereinander und einem Anfangsbetrag von 2 Euro müsste man schon einen Einsatz von 2046€ zahlen um überhaupt seinen Verlust wieder wett zu machen (2-4-8-16-32-64-128-256-512-1024-2048).

Der Vorteil beim Online Roulette ist natürlich, dass Sie keine Zuschauer haben und so in aller Ruhe eine Strategie durchführen können. Keiner kann sehen ob Sie gerade eine Quote errechnen oder sich notieren wie die Wahrscheinlichkeit ist, welche Farbe als nächstes fallen wird.

Daher ist diese Methode sicher teilweise erfolgreich aber wenn man nicht aufpasst kann man auch sehr viel Geld verlieren und man sollte nie vergessen das es sich bei Roulette immer noch um ein Glücksspiel handelt und die Bank daher die größten Chancen auf einen Gewinn hat.

Roulette und seine Wandlungen

Wer an ein elegantes Spielcasino á la „Casino Royale“ im gleichnamigen Bond-Film denkt, dem fällt als besonders typisches Spiel Roulette ein – obgleich bei dem speziellen Turnier in „Casino Royale“ Poker gespielt wird.

Die neuere Entstehungsgeschichte des Roulettes beginnt in Frankreich und Italien im 17. Jahrhundert. Zu dieser Zeit erfreute sich das Glücksspiel im Allgemeinen großer Beliebtheit, und so wurde auch das neue Spiel „Roulette“, an dessen Entwicklung sogar der große Mathematiker Blaise Pascal Anteil hatte, begeistert aufgenommen. Schon in dieser frühen Phase versuchte man, Strategien im Spiel zu entwickeln, um die Gewinnchancen zu erhöhen. Vom Kontinent aus ergriff die Spiellust auch England. Für die Zeit um 1720 ist bereits die Verwendung eines drehbaren Rades und einer Kugel als Spielutensilien in England nachgewiesen.

Doch seit es Glücksspiele gibt, werden auch immer wieder Verbote ausgesprochen: In England untersagte die Regierung Mitte des 18. Jahrhunderts alle Glücksspiele, auch in Frankreich erging durch Ludwig XV. eine entsprechende Order. Trotz drohender Strafen wurde überall, vor allem in adeligen Kreisen, fröhlich weitergespielt. Napoleon bestimmte schließlich, dass Roulette nur noch in den Spielhäusern des Pariser Palais Royal angeboten werden durfte.

Bereits im späten 18. Jahrhundert ähnelte das Roulette unserem heutigen. In den Pariser Casinos und Spielsalons setzte man Roulette-Räder ein, es gab die nummerierten Felder von 1- 36, abwechselnd in schwarz und rot, die gleichen Regeln und Setzmöglichkeiten wie heute. Ein Glücksfall für die deutschen Spielcasinos war das endgültige Verbot in Frankreich durch Louis Philippe 1837.  Ab da begann der Aufstieg der Glücksspiel- Hochburgen Baden-Baden, Bad Homburg und Wiesbaden, in denen Roulette die Königin der Spiele darstellte.

In dieser Zeit entstand auch das berühmteste literarische Porträt der Szenerie beim Roulette: „Der Spieler“ von Fjodor M. Dostojewski. Der geniale russische Romancier erlag selbst einige Zeit der Faszination des Roulettes und verspielte große Summen. Psychologisch genau sezierte er die Gefühle des Glücks und der Verzweiflung, der Hoffnung und der Leere, die den Spieler überwältigen. Aber Dostojewski beschreibt auch, welche Strategien Spieler entwickeln, mit welchem System sie versuchen, das Glück in ihrem Sinne zu erzwingen. Versucht der eine, durch rationale Methoden zum Ziel zu kommen, so vertraut der Nächste auf Intuition, Gefühl, geheime Vorzeichen.

Bis heute kämpfen Spieler darum, die eine, wahre, sichere Strategie für sich zu finden, die den Gewinn beim Roulette garantiert. Immer diffizilere, komplexere Strategien werden erprobt, aber letztlich besteht der eigentliche Reiz des Glücksspiels eben darin, mit dem Zufall zu spielen.

Blaise Pascal und die Entwicklung des Roulette

Seit Jahrhunderten zählt Roulette zu den populärsten Glücksspielen, für viele Menschen steht es sogar für das Glücksspiel an sich. Das Wort „Roulette“ stammt aus dem Französischen und bedeutet „kleines Rad“. Daraus allerdings zu schließen, dass das Roulette in Frankreich entstand, hieße die lange Geschichte dieses Spiels arg verkürzen.

Der konkrete Ursprung des Spiels liegt im Dunkeln, deshalb existieren auch diverse Versionen darüber. Eine davon besagt, dass eine Vorform des Roulette im alten China von Mönchen entwickelt wurde und dann durch christliche Mönche nach Europa gelangte. Laut einer anderen Version  stammt es von einem mittelalterlichen Rad-Spiel, das auf Jahrmärkten in Europa beliebt war.

Entscheidend für die Entwicklung des modernen Roulette-Spiels indes war der große französische Wissenschaftler Blaise Pascal, der im 17. Jahrhundert der Mathematik neue Perspektiven eröffnete. Eines seiner Projekte war, ein Perpetuum Mobile zu konstruieren, und als ein quasi Nebenprodukt dieser Anstrengungen entstand das  Roulette-Rad. Oft wird Blaise Pascal deshalb sogar als der Erfinder des Roulettes bezeichnet.

Da das Glücksspiel in dieser Zeit  vor allem beim Adel ungemein beliebt war und auch Pascal selbst sich diesem zeitweise intensiv hingab, versuchte er, mittels mathematischer Untersuchungen die Gewinnchancen zu optimieren.  Wahrscheinlich ist damit Blaise Pascal in der neueren Geschichte des Glücksspiels einer der ersten, der Strategien entwickelte, um dem Zufall entgegenzuwirken. Ihm folgten unzählige Spieler, die versuchten, das Glück durch geeignete Strategien zu steuern. Eine Strategie, die sich direkt auf den genialen Franzosen beruft, ist die „Pascal’sche Lösung“. Sie nennt sich so, weil die Strategie auf  bestimmten Figuren-Verteilungen im Zahlendreieck von Pascal basiert.

Ein wenig mathematisches Verständnis erfordert es, um diese Strategie für das Roulette-Spiel nachvollziehen zu können.  Und eine Garantie, dass dies die Lösung aller Probleme beim Spiel ist, gibt es natürlich auch nicht. Denn schon Blaise Pascal, der große Meister der Wahrscheinlichkeitsrechnung, vermochte die perfekte Formel nicht zu finden. Die Leidenschaft, mit der er danach strebte, beeindruckte Zeitgenossen so, dass man ihm sogar unterstellte, er habe seine Seele dafür dem Teufel verpfändet.

In jenen Zeiten entstand ohnedies schnell der Verdacht einer Verbindung zwischen schwarzer Magie und Glück im Spiel, deshalb wurde das Glücksspiel in der Vergangenheit immer wieder, vor allem seitens der Kirche, verteufelt und mit Verboten belegt. Allen Gesetzen zum Trotz ließ sich das Glücksspiel nie wirklich unterbinden. Auch die Versuche, mit immer neuen Strategien den großen Gewinn zu erringen, finden kein Ende.

Und wer weiß: Vielleicht gibt es doch eine geniale Formel?